In der Nacht vom 18. auf den 19.2.2010 wurden am XWiN Router der RWTH (c6k-xwin) neue Rekordraten durchgesetzt. Der Spitzendurchsatz (In und Out) betrug mehr als 8 Gbit/s bei einer Paketrate von mehr als 1 Mpkt/s.
Doch wer ist verantwortlich für diese Last?
Die Knoten des LHC-Grids der RWTH Aachen – betrieben vom Fachbereich Physik – sind mit einer Spitzenrate von mehr als 6 Gbit/s Hauptbeitragender bei solchen Raten. Es wurden mehr als 20 TByte von weltweit verteilten Standorten übertragen.
Aber auch der Computeserver des Instituts für technische Verbrennung (ITV) ist mit einer Rate von 1 Gbit/s aus Jülich prominent vertreten.
Um welche Art von Daten handelt es sich dabei?
Nach etwa einem Jahr an sorgfältigen Reparaturarbeiten ist der Large Hadron Collider am CERN in Genf im Dezember wieder in Betrieb gegangen.
Erste Daten wurden bei bisher unerreicht hohen Energien aufgezeichnet und in den vergangenen Wochen an die weltweit angeschlossenen Rechenzentren verteilt. Nun werden sie mit Hilfe des LHC Computing Grid von tausenden Physikerinnen und Physikern analysiert. In der nun beginnenden langen Datennahmephase sollen die im Beschleuniger umlaufenden Protonen auf noch höhere Kollissionsenergien gebracht werden.
Mit diesen Daten, analysiert im weltweiten Grid, so sind sich alle Beteiligten sicher, werden höchst interessante neue Erkenntnisse über den Ursprung der Materie gewonnen werden.
Das ITV führt hoch aufgelöste Simulationen turbulenter Strömungen auf dem Supercomputer JUGENE in Jülich durch. Insbesondere zur Berechnung von Statistiken höherer Ordnung werden viele Datensätze benötigt, um die Konvergenz der Lösung sicherzustellen. Pro Tag werden Datenmengen von über 500 GB übertragen.