Das Rechen- und Kommunikationszentrum der RWTH Aachen (RZ) hat Ende 2010 einen Vertrag über ein 300 TeraFLop/s starkes HPC System mit der Firma Bull unterzeichnet, das im Juni 2011 der RWTH übergeben wurde. Weitere Informationen sind hier >>> zu finden.
Das Cluster wird aus zwei wesentlichen Partitionen bestehen, der sogenannten MPI-Partition bestehend aus 1350 2-Sockel-Systemen mit Intel Westmere EP Prozessoren und der SMP-Partition bestehend aus 358 4-Sockel-Modulen bestückt mit Intel Nehalem EX Prozessoren.
Zwei oder vier dieser 4-Sockel-Module können über proprietäre BCS-Chips gekoppelt werden zu 8- bzw. 16-Sockel-Systemen. Das RZ hat mit der Firma Bull vereinbart, nicht wie ursprünglich geplant, diese Module als 8-Sockel-Systeme zu installieren, sondern zunächst die doppelte Anzahl an 4-Sockel-Systemen in Betrieb zu nehmen, um diese dann später, ab Oktober 2011, zu viert zusammenzuschalten und als 16-Sockel-Systeme zu betreiben.
Diese sehr großen Systeme mit 16 8-Kernprozessoren würden über bis zu 1 TeraByte an gemeinsamem Hauptspeicher verfügen, was ein neue Klasse an Anwendungen ermöglichen würde.
Einige dieser 16-Sockel-Systeme werden dem RZ vorzeitig zur Verfügung gestellt. Aber da der Optimierungsprozess noch nicht abgeschlossen ist, wird der Zugriff zu diesen Systemen eingeschränkt und vertraulich sein.
Darüberhinaus sollen 16 der 4-Sockel-Module mit der vSMP-Software der Firma ScaleMP gekoppelt werden, so dass dort 512 Prozessorkerne auf einen gemeinsamen Hauptspeicher von 4 TeraByte (abzgl. Verwaltungsoverhead) zugreifen können. Die effiziente Nutzung setzt allerdings eine geeignete Programmierung voraus.
Die Tabellen fassen die Konfiguration der Phase 1 (Mai 2011) und der Phase 2 (Oktober 2011) zusammen